Hat Mandela tot gespielt, um Obama nicht treffen zu müssen ?

Aus dem Französischen: Einar Schlereth

Gestern, am 18. Juli 2013, der Tag seines 95. Geburtstages, ist Nelson Mandela wie durch ein Wunder aus seinem langen Koma wieder auferstanden, in das ihn die Umstände und die Medien getaucht haben. Und wenn dieser ganze Zirkus nicht veranstaltet wurde, um der Heuchelei des amerikanischen Präsidenten beizustehen, der zu dem Mann geworden ist, vor dem Afrika heute die größte Angst hat? Was man mit jedoch mit Sicherheit weiß, ist, dass Mandela nicht die Hand von Obama schütteln wollte. Aber warum?

Was ist geschehen zwischen dem Augenblick, als der Senator Obama triumphierend an der Seite von Nelson Mandela posierte? Unterdessen ist Obama Präsident der Vereinigten Staaten geworden. Und der schwarze Sohn Afrikas ist einer der schlimmsten Räuber des afrikanischen Kontinents geworden. Von der Elfenbeinküste bis zur Spaltung Sudans über die Zerstörung Libyens, um es in eine Heimstatt für Dschihadisten zu verwandeln.

Bei seiner ersten Reise nach Südafrika wird Obama nicht den ex-Präsidenten treffen können. Nelson Mandela spielt ganz einfach tot in seinem Krankenhausbett, um nicht die Hand dessen schütteln zu müssen, den er „den Mörder seines Freundes und Bruders Muammar Gaddafi“ nennt, der so viel getan hatte, um den Kämpfern des ANC zu helfen, die während der Jahre seiner Verhaftung weitergekämpft hatten. Märtyrer, die der Westen nur allzu gerne der Vergessenheit anheimgeben will, indem man vor allem die 27 Gefängnisjahre Mandelas ins Licht rückt, um desto besser das äußerste Opfer Steve Bikos und seiner Genossen zu verbergen, die ihr Leben gegeben haben, damit in Südafrika die Freiheit herrsche, in einem Moment, als fast alle europäischen Regierungen und die USA die Feinde von Mandela, die ihn gefangen hielten, finanzierten und auch unterstützten. Wie etwa die Frau, die Vertreterin in Paris des ANC, Dulcie Evonne September, 53 Jahre alt, ermordet mit 5 Schüssen in den Kopf vor den Stufen zum Büro des ANC in Paris. Sie forschte nach Beweisen für die militärische Hilfe Frankreichs für das Rassistenregime in Südafrika. Heute kommt jeder Hollywoodstar auf die erste Seite, wenn er ein Foto mit Mandela vorzeigen kann. Abgesehen von der Mode, die darin besteht, sich über seine Gefängniszeit auszulassen, seine Zelle zu besuchen, wissen die überhaupt, was die Apartheid war? Und warum reden sie niemals davon?

Warum hat Obama nicht einmal einen einzigen Namen der wahren Helden des Kampfes gegen die Apartheid genannt? Soll Afrika fortfahren, an dem Zirkus teilzunehmen oder geradeheraus den Toten spielen, um das zu vermeiden?

OBAMA WILL DEN ARABISCHEN LÄNDERN HELFEN, ABER IN WIRKLICHKEIT INSTALLIERT ER DEN ISLAMISMUS IN NORDAFRIKA

Am 18. Juli 2013 meldete die amerikanische Stadt Detroit im Staat Michigan Bankrott an. Das ist der x-te Bankrott einer amerikanischen Stadt einer langen Liste. Weitere Städte werden folgen, weil sie unter den Schulden zusammenbrechen, die von den Abenteurern genannt Politiker, die aus allgemeinen Wahlen hervorgehen, nicht in den Griff bekommen werden, um weiterhin die Feuerwehr bezahlen zu können, die Polizei, die Straßenkehrer, die Wasserversorgung, die Kindergärten, die Schulspeisung, die öffentlichen Bäder. Detroit ist nur der Baum, der den Wald einer katastrophalen Handhabung der öffentlichen Angelegenheiten in beinahe der ganzen westlichen Welt verbirgt. Offenbar muss die „Demokratie“ und die „gute Regierungsführung“, die Obama von den arabischen Ländern 2009 verlangte als Bedingung, um von den USA finanzielle Hilfe zu erhalten, im eigenen Land warten.

Und selbst der naivste Araber, der diese Worte hört, kann nicht vermeiden sich zu fragen, warum Herr Obama nicht diese Bedingungen der „guten Herrschaft“ in seinem eigenen Land anwendet, und die „Demokratie“ von seinen besten Freunden auf der arabischen Halbinsel, die alle Monarchien sind und das Symbol der Negation der fundamentalsten Menschenrechte, wie in Freiheit leben oder das simple Recht eines Mädchens, ein Fahrrad besteigen zu können oder einer Frau, ein Auto zu fahren. Wenn Herr Obama vor allem von den arabischen Ländern etwas verlangt, was er nicht von seinen besten Freunden Katar und Saudiarabien verlangt, dann ist dies der Beweis, das er selbst nicht daran glaubt.

Tatsächlich war diese Botschaft von Obama nur für die afrikanischen Länder bestimmt. Das erklärt die Unterstützung der Obama-Regierung für alle neuen islamistischen Regierungen, die in Ägypten, Tunesien und Libyen an die Macht gekommen sind. Dass die Sharia an der Macht das Ziel dieser Regierungen ist, stört Washington keineswegs, das ihnen alle denkbare Unterstützung gibt. Die Beseitigung seines Schützlings Morsi ist jedenfalls nicht von Obama gelenkt worden, der mit ihm per Telefon vor seiner letzten Rede an die Nation sprach, um ihm zu sagen, er solle sich an der Macht halten trotz der Petition von 22 Millionen Ägyptern. In Tunesien ist die Situation noch katastrophaler, was die individuellen Freiheiten angeht mit politischen Morden (wie dem an dem Oppositionellen Chokri Belaid), aber das hindert Obama keineswegs, seinen Segen dem zu geben, was er den gemäßigten Islam an der Macht nennt.

ALS TONY BLAIR DAS IMAGE VON NELSON MANDELA ZERSTÖRT

Beim Ende der Apartheid bat Nelson Mandela, um der Hegemonie der privaten Weißen im Finanz-System Südafrikas entgegenzuwirken, alle westlichen Länder um Hilfe, was sie verweigerten. Tony Blair, damaliger Premier Englands, ging in der Weigerung noch weiter, indem er tonnenweise Gold auf den Markt warf, um den Preis des wichtigsten Exportgutes Südafrikas zu senken, um einerseits das neue Südafrika von Nelson Mandela in große finanzielle Schwierigkeiten zu bringen und andererseits, um zu beweisen, dass es besser zu Zeiten der Weißen war und das Land zu zwingen, die Hand dem Westen zu reichen. Von dieser ausgestreckten Hand verlangte und erhielt der Westen, dass niemals eine Agrarreform durchgeführt werde, wie etwa in Zimbabwe, um das fruchtbare Land den rechtmäßigen Eigentümern zurückzugeben, das 2013 immer noch in den Händen der Weißen ist.

Als Nelson Mandela 1999 von der Macht zurücktritt mit einer nicht sehr zufriedenstellenden Bilanz, ist es zu dem Zeitpunkt, als ein gewisser Gordon Brown, Nummer zwei in der Regierung von Tony Blair und Finanzminister, das ganze Reserve-Gold der Bank von England, der Zentralbank Englands, auf den Markt wirft, um Südafrika auf die Knie zu zwingen und der Welt ein Bild von Südafrika zu bieten, das von Nelson Mandela schlecht geführt wurde. D. h. von Tony Blair wurden 395 Tonnen Gold auf den Markt geworfen, wofür er 3.5 Mrd. Dollar kassierte.

Man musste sieben Jahre, bis 2006, warten, bis eine englische Zeitung, im vorliegenden Fall The Times, den Mut hatte, diese Operation zu verurteilen. Denn nur, weil man Afrika auf die Knie zwingen wollte, hat sich Europa nicht selten selbst ins Fleisch geschnitten. Tony Blair hatte Erfolg mit seinem Coup, denn auf Grund dieser Operation ist der Goldkurs auf sein historisch niedrigstes Niveau gesunken, wodurch alle sozialen Programme, die für seinen Nachfolger Tabo Mbeki vorgesehen waren, gestrichen werden mussen. Das ließ die Welt glauben, dass die Schwarzen unfähig seien, es besser zu machen, wo die Weißen Erfolg hatten. Ja, aber wie das Magazin The Times richtig bemerkt, war es die dümmste Entscheidung, die eine europäische Regierung treffen konnte, denn schon die Ankündigung dieser Operation ließ den Goldpreis sinken, zu dem dann England sein Gold verkaufte.

Dieser Kurs, der natürlich nicht ewig niedrig bleiben konnte, ist seither um das Doppelte gestiegen, auf 600 Dollar pro Feinunze, wie das Magazin schrieb. Somit wäre das Gold zum Tageskurs 7 Mrd. Dollar wert gewesen, d. h. das Doppelte. Wie der Zufall es will, hat derselbe Gordon Brown, der das Gold verschleuderte, den Platz von Tony Blair eingenommen und befand sich in großen finanziellen Schwierigkeiten. Am Ende wurde er von den nächsten Wahlen hinausgefegt, um einem gewissen Cameron Platz zu machen. Die Zeitung The Independant vom 20. März 2006 traf den Nagel auf den Kopf, indem sie bemerkte, dass die Schwierigkeiten des Augenblicks und der Beginn der ökonomischen Krise weniger schlimm gewesen wären, wenn man 7 Jahre zuvor nicht das Gold verschleudert hätte, da 2006 der Goldpreis erst richtig in die Höhe ging.

WIE GADDAFI SÜDAFRIKA ZU HILFE KAM

Es gibt einen Mann, der Nelson Mandela erneut zu Hilfe kommt und dieser Mann ist Muammar Gaddafi. Es gibt keine offiziellen Ziffern über diese libysche Intervention in Südafrika, aber man schätzt sie auf mehrere Milliarden Dollar, wenn man den Zahlen glauben will, die von den Freunden Obamas in Libyen genannt werden.

Es ist Dank dieser Gelder, dass zahlreiche Schwarze schließlich Zugang zu Krediten erhielten, um ihre eigenen Unternehmen aufzubauen, da die Banken, alle im Besitz der Weißen, sich weigerten es zu tun unter dem Vorwand, dass die Schwarzen niemals Unternehmen geführt hätten, weshalb man ihnen keine Kredite geben könne. Das ist die Geburt der ersten Mittelschicht von schwarzen Südafrikanern unter Tabo Mbeki.

Um zu verstehen, warum Nelson Mandela den Toten spielt, um die Begegnung mit dem amerikanischen Präsidenten zu vermeiden, muss man einen Monat vor der Ankunft Obamas in Südafrika zurückgehen. Das Neue Libyen von Obama (denn die Männer an der Macht sind von Obama und seiner Verwaltung eingesetzt worden) fordert von Südafrika die Rückgabe der Milliarden, die Gaddafi in dem Land investiert hat, um der Hegemonie der Weißen zu entgegenzutreten. Das ist der Tropfen, der das Fass für die Angehörigen des ersten demokratisch gewählten Präsidenten Südafrikas Nelson Mandela zum Überlaufen bringt.

Es ist die englische Sunday Times, die im Mai 2013 die Ziffer von 80 Milliarden Dollar nennt, die Obama über seine libyschen Freunde dem Land abfordern will unter dem Vorwand einer ebenso grotesken wie skandalösen Appellation: „alle Fonds und Guthaben, die illegal festgehalten, erhalten, geraubt, deponiert wurden in Verstecken des verstorbenen Muammar Gaddafi in Südafrika und den benachbarten Ländern“.

So steht es in dem Text, den die beiden libyschen Minister der Justiz und der Finanzen an ihre südafrikansichen Partner geschickt haben. Die einzige offizielle Antwort seitens Südafrikas ist die von Jabulani Sikhakhane, Sprecher des südafrikansichen Finanzministers Pravin Gordhan, vom 2. Juni 2013: „Der Prozess der Verifizierung der Forderung der libyschen Behörden ist im Gange.“

UND OBAMA KOMMT

In diesem gespannten Kontext entscheidet der amerikanische Präsident seine Reise nach Afrika, um den Moment zu verewigen, der ihm noch fehlt. Obama, erster schwarzer Präsident der USA mit dem ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas. Bloß, dass schwarz sein, nicht mehr ausreicht. Die Welt ist ein Dschungel, wo die ökonomischen Interessen wichtiger sind als die rassischen Zuneigungen. Das ist zumindest die Botschaft, die der US-Präsident seit seinem ersten Mandat an Afrika sandte.

Und seit seiner Ankunft in Senegal spricht er von der Homosexualität, aber keiner wird getäuscht. Alle Welt hat begriffen, dass heute das Thema Homosexualität vom Westen in Afrika benutzt wird, um abzulenken damit die wahren brennenden Themen nicht angesprochen werden. Und das funktioniert. Statt sich zu fragen, ob ihr Präsident Macky Sall einen wahren Bruch mit dem CFA-Franken durchführen wird, die alle afrikanischen Länder, die ihn benutzen, ärmer macht, haben sich die Senegalesen gespalten in jene, die für ihren Präsidenten waren, der sich gegen die Homosexualität ausgesprochen hatte oder für den amerikanischen Präsidenten, der bewusst das Thema aufgeworfen hat.

Das ist dieselbe Falle, in die Afrika gestürzt wurde in den 80-er Jahren mit der AIDS-Lüge mit der Komplizenschaft der Vereinten Nationen via Weltgesundheitsorganisation (WHO), wie ich in meinem Buch auf italienisch „In Fuga dalle Tenebre“ (Die Dunkelheit fliehen) gezeigt habe, sowie den Erfolg dieses gut abgestimmten Ablenkungsmanövers, ein wahrer makabrer Zirkus, mit  Schauspielern, die wahre Henker und Opfer waren, der 30 Jahre gedauert hat. Als das AIDS-Rezept nicht mehr funktionierte, wurde schnell ein neues Thema gefunden: die Homosexualität Und wie gewohnt, fallen die Afrikaner darauf herein wie die Babies, die Honig sehen. Obama weiß das und danach macht auch die EU bei dieser Ablenkung der Afrikaner im Senegal mit. Und es funktioniert. Wieviel verlangt Obama vermittels seiner libyschen Freunde vom Senegal an Gaddafis Investitionen? Natürlich hat man davon nicht gesprochen.

Man muss sich auch fragen, ob der senegalesische Präsident überhaupt über dieses unterirdische amerikanische Manöver auf dem Laufenden ist. Und dann kommt die südafrikanische Etappe. Und Mandela, der sich tot stellt. Genau am Tag der Ankunft von Obama in Südafrika lässt die Familie des südafrikanischen ex-Präsidenten ein Gerücht in Umlauf bringen: die Familie diskutiere über die Wahl eines Beerdigungsplatzes. Einmal wenigstens haben sich die amerikanischen Geheimdienste, die den Besuch Obamas vorbereiteten, nicht über den Gesundheitszustand von Nelson Mandela täuschen lassen, der keineswegs so katastrophal war, wie man verstehen lassen wollte.

Aber als man über die Wahl eines Friedhofes sprach, da war Schluss mit dem Drängen von Obamas Gefolge, Mandela im Krankenhaus zu besuchen. Er hatte wenigstens verstanden wie der Präsident Hollande in Addis Abeba am 25. Juli 2013, dass sein Vortrag, da es kein Publikum gäbe, auf 20.45 Uhr verlegt wurde, denn in Afrika kann man nicht so tun als ob.

DIE USURPATION DER SÜDAFRIKANISCHEN FAHNE DURCH DIE WESTLICHEN HOMOSEXUELLEN

Seit einigen Jahren gibt es in Südafrika ein ungutes Gefühl, das aus der Tatsache rührt, dass die Südafrikaner den Eindruck haben, Mandela sei ein Instrument in den Händen der Weißen gewesen, als man sie dazu brachte, die Gewalt der sozialen Ungerechtigkeiten von früher zu akzeptieren. Dazu fügen sich auch die Symbole. Die südafrikanische Fahne mit den Regenbogenfarben, die man benutzt hat, um die Schwarzen zu überzeugen, nicht dem Gefühl der Rache gegen die Weißen nachzugeben, war zuerst einfach von den italienischen Pazifisten usurpiert worden und danach in die „Regenbogenfahne“ oder die Feld-Fahne der lesbischen, homosexuellen, bisexuellen und transsexuellen Gemeinde (LGBT) verwandelt worden. In Frankreich hat es eine Polemik gegeben wegen des Feuerwerks am 14. Juli 2013, weil man auf dem Eifelturm ein Regenbogenfeuerwerk hatte. Die Gegner der Heirat für alle schrien Skandal, weil man den Homosexuellen zugezwinkert habe. Die Organisatoren mussten sich am nächsten Morgen auf allen Radio-und Fernsehkanälen verteidigen, indem sie erklärten, dass es sich nur um eine Huldigung an Nelson Mandela in seinem Krankenhausbett gehandelt habe.

Selbst der Bürgermeister von Paris Bertrand Delanoë musste sich rechtfertigen mit einem Kommunikee, in dem es hieß:

„Das Bürgermeisteramt hat die Verantwortung übernommen, Paris unter das Zeichen von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit zu stellen und Nelson Mandela eine Hommage darzubringen. Punkt.“

Diese Konfusion bestätigt das Unwohlsein der Südafrikaner gegen die Usurpation ihrer Fahne, was ihnen den Eindruck gab, das toleranteste Volk der Erde zu sein, trotz allem, was man durchgemacht hatte. Auch deswegen hat Obama das Thema der Homosexualität für seine Rede in Dakar gewählt. Er kann sich gar nicht vorstellen, dass er damit eine außereordentlich empfindliche Saite in Südafrika anschlägt.

DER NIEDERGANG DES WESTENS, DER VORGIBT, AFRIKA ZU HELFEN

Als Obama am folgenden Morgen in Tansania 7 Mrd. $ verspricht, um ganz Afrika zu erleuchten, glaubt niemand daran, am wenigsten er selbst. Er kann sich nicht so grob über die Summe getäuscht haben, die nötig wäre, um ganz Afrika mit Strom zu versorgen. Und er hat jedenfalls nicht einmal Detroit vor dem Bankrott retten können, eine der Städte, wo er die meisten Stimmen erhalten hat, deren Schulden 20 Mrd. $ betragen. Man muss keinen Kurs in Ökonomie gemacht haben oder in Buchführung, um sich zu fragen, wie er 54 afrikanischen Ländern helfen kann, die fast alle bei guter ökonomischer Gesundheit sind.

Der Bankrott von Detroit, versteckt hinter der Propaganda von der „ersten großen Stadt, die Bankrott gemacht hat“, ist in Wirklichkeit die x-te amerikanische Stadt, die Bankrott macht, auf Grund der Unfähigkeit zur Wirtschaftsführung ihrer leitenden Politiker. Wie kann sich Herr Obama, der das Gute und das Schlechte der guten Regierung mit den afrikanischen Führern teilen möchte, nicht schämen, als er diese Worte aussprach, obwohl er weiß, dass die ganze Welt auf dem Laufenden ist über die äußerst schlechte Führung der öffentlichen Angelegenheiten seitens der amerikanischen Politiker und allgemein im Westen? Wie wollen die Leute, die ihre Inkompetenz unter Beweis gestellt haben, große Städte in ihren westlichen Ländern zu verwalten, den Afrikanern erklären, deren Städte alle Überschuss-Budgets haben, die öffentlichen Angelegenheiten zu führen?

Am 12. Oktober 2011 hat Harrisburg, die Hauptstadt des Staates Pennsylvania Bankrott angemeldet wegen schlechten Managements. Am 28. Juni 2012 hat die 13. kalifornische Stadt Stockton mit 300 000 Einwohnern Bankrott erklärt aus denselben Gründen. Auf gleiche Art machten es 21 andere amerikanische Städte vor Detroit: Inkompetenz der amerikanischen Politiker, Ausgaben und Einnahmen ihrer Gemeinden ausgleichen zu können.

Von allen 28 Ländern der Europäischen Union hat allein Monaco ein ausgeglichenes Budget. Alle anderen liegen im Defizit. Alle Länder in Deutschland stöhnen unter ihren Schulden. Zum Beispiel wurden in der Stadt Oberhausen seit dem Mai 2012 alle Schwimmbäder, Theater und öffentlichen Bibliotheken aus Mangel an Geld geschlossen und 1000 kommunale Angestellte wurden entlassen, in einer kleinen Stadt mit 200 000 Einwohnern, die einen Schuldenberg von 1.8 Mrd. € hat. Die Konsequenz war, dass die Sozialbehörde gezwungen war, ihr Personal um 350 Angestellte aufzustocken, um die zahlreichen neuen Armen zu versorgen, die sich in den Essenausgabenstellen drängen.

Eine der unerwartetsten Konsequenzen war, dass die Mehrzahl der Boutiquen im Zentrum, wo die größten Luxusmarken verkauft wurden, heute fast alle in Frittenbuden und Läden für Waren aus zweiter Hand verwandelt wurden, die von den guten und großzügigen Deutschen früher humanitären Organisationen für die Armen in Afrika und Südamerika gegeben wurden.

Um den Ernst der Situation zu begreifen in dem Land, das uns die Propaganda als das ökonomisch ordentlichste Land Europas präsentiert, muss man wissen, dass Oberhausen das Zentrum der Ruhr ist, eine große Industrieregion in Westdeutschland. Hier war es, wo das ökonomische und industrielle deutsche Wunder nach dem 2. Weltkrieg stattfand. In dieser Region haben nur 8 Gemeinden von 396 ein ausgeglichenes Budget. Alle anderen 388 haben ein Defizit und sind superverschuldet. In diesem Land Nordrheinwestfalen, zu dem die Ruhrregion gehört, beträgt die Verschuldung 190 Mrd. €, das ist die Hälfte der Schulden afrikanischer Länder, d. h. die Schulden von mindestens 25 Ländern zusammengenommen.

SCHLUSSFOLGERUNG

Hat Mandela sich tot gestellt, um nicht Obama zu treffen? Seine Umgebung wollte mir nicht antworten auf diese Frage. Aber wenn man mehrere Fakten zusammenstellt, braucht man gar nicht ihr diese Frage zu stellen. In Südafrika, je mehr die Weißen das Erbe von Mandela in Anspruch nehmen, desto mehr sind die Schwarzen im Zweifel, der bereits von der südafrikanischen linken Partei PAC (Pan African Congress) angefacht worden war, der immer fand, dass Mandela ein Verräter sei, als er sich weigerte, den Namen des Landes in seinen wahren afrikanischen Namen, AZANIA, umzutaufen, und vor allem, weil er nicht die Nationalisierung der großen Unternehmen in den Händen der Weißen angepackt hat und folglich auch nicht die Neuverteilung der Reichtümer, sondern alles in der schreienden Ungerechtigkeit beließ wie sie unter der Apartheid herrschte.

Die südafrikanischen Schwarzen haben den Eindruck, dass jemand ihnen den Sieg über die Apartheid gestohlen hat. Und je mehr die Weißen Mandela feiern, desto größer wird ihr Zweifel. Alle im Lande kennen die Worte auswendig des ex-Mannes der aktuellen Gefährtin von Mandela (Graca Machel). Samora Machel sagte seinen Freunden aus dem Maquis in der Periode des sehr lange und blutigen Unabhängigkeitskampfes von Mosambik, einer der am spätesten 1975 endete und dem der von Portugal finanzierte Bürgerkrieg folgte: „Der Tag, an dem ihr die Weißen gut über mich reden hört, ist der Tag, an dem ihr keine Geheimnisse mehr mit mir teilen dürft, weil das heißen würde, dass ich euch schon verraten habe.“

Quelle ist ein mail von Jean-Paul Pougala.

Hier habe ich auch noch die Quelle für eine englische Version von ihm bekommen.

Jean-Paul Pougala

Douala, den 19. Juli 2013

Source :

http://einarschlereth.blogspot.se/2013/07/hat-mandela-tot-gespielt-um-obama-nicht.html

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